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Bevölkerung und Sprache
Vor ihrer Rundreise oder Gruppenreise in Peru gibt es einiges an wissenswerten Informationen zu erfahren. In Peru leben, nach letzter Volkszählung, etwa 27 Mio. Menschen. In den letzten Jahren zog es die Peruaner vom Land in die Großstädte, so dass heute etwa ¾ der peruanischen Einwohner in Stadtgebieten leben. Die ersten Einwanderer kamen vor ca. 500 Jahren aus Spanien in das Land. Mit den Jahren vermischten sich die Kulturen, und Einwanderer aus Asien, Europa und Afrika kamen in das Land. Somit ist Peru heute ein multikultureller Mittelpunkt Südamerikas, wie man auf Rundreisen sicherlich feststellen dürfte.
Etwa 45% der Einwohner sind indianischer Abstammung, 15% sind europäischer Abstammung und 3% asiatischer oder afrikanischer Abstammung. Peruaner mit indianischen Wurzeln leben meist heute noch traditionell indianisch. Darunter zählen die Völker der Quechua und Aymará, diese sind überwiegend in den südamerikanischen Ländern vertreten und Sprechen ihre eigene, indianische Sprache.
Amtliche Landessprachen sind in Peru Spanisch, Quechua und Aymará. Etwa 80% der Einwohner in Peru sprechen Spanisch, 13% sprechen die indianische Sprache Quechua und ein kleiner Anteil der Bevölkerung spricht Aymará. Peru ist bekannt für seine „reine“ spanische Sprache, da so gut wie jeder in Peru Spanisch spricht, ist eine Rundreise für Spanisch sprechende Touristen nach Peru sehr empfehlenswert. In Peru gibt es im Gegensatz zu den anderen südamerikanischen Ländern wenige Indigene Sprachen.
Die Hauptstadt von Peru ist Lima, sie ist die mit Abstand größte Stadt des Landes und hat 7,7 Mio. Einwohner in der Metropolregion. Lima ist das wichtigste Kultur- und Wirtschaftszentrum Perus, und verfügt über Universitäten, Museen und Denkmäler.
Peru ist eine semipräsidiale Republik. Der Staatspräsident ist das Landesoberhaupt. Der Ministerpräsidenten regiert das Land. Jedoch wurde in der peruanischen Geschichte der Politik noch nie ein Misstrauensvotum gestellt, so dass die Republik inoffiziell als präsidial gilt.
Kultur und Religion
Die Bevölkerung Perus ist mit einer deutlichen Mehrheit römisch-katholisch. Wie in allen südamerikanischen Ländern mischen sich unter die überwiegend Katholischen etwa 12 % Evangelisten. Durch die Einwanderung der katholischen Spanier nach Südamerika, übernahmen die Einwohner Perus die Glaubensrichtung ihrer Einwanderer.
Desweiteren gibt es kleine Gemeinden von verschiedenen Glaubensrichtungen wie die Siebten-Tag Adventisten, Mormonen, Zeugen Jehovas und Assemblies of God. Diese kamen mit den Einflüssen der Nordamerikaner und der Europäer in das Land und verbreiteten sich dort sehr schnell durch Missionare. Die Glaubensgemeinschaften werden von ihren nordamerikanischen Zentralen unterstützt und erlangten in den letzten Jahren einen großen Zuwachs, was u.a. an den aggressiven Methoden zur Mitgliedergewinnung liegt.
Religiöse Feiertage und kirchliche Aktivitäten sind in Peru sehr wichtig und werden sehr ernst genommen.
Landschaft und Natur
Peru verfügt über drei verschiedene Klimaregionen bzw. Landschaftsarten, die ihrerseits zu einer Aktivreise einladen, die Küste (Costa), das Hochland (Sierra) und die Wälderregionen (Nebel- und Regenwälder).
Die südliche Grenze Perus zu Chile ist die trockenste Wüstenregion der Erde, die Atacama Wüste. Beeinflusst vom Humboldt-Strom aus der Antarktis, ist das Klima in der Region um die Küste trocken mit kalten Winden. Um die Region Lima erhöht sich die Qualität von Boden und somit auch der Landwirtschaft.
In der Sierra Perus befindet sich der Titicacasee, auf ca. 4000 Metern Höhe in den Anden. In vielen Teilen der Anden befinden sich Täler, in denen kleine Dörfer entstanden sind. Der nördliche Teil der Anden ist sehr bewachsen und artenreich, während einige andere Teile der Gebirgskette bedeckt von Schnee und Eis in Gletscher verwandelt sind.
Die Regionen des Nebel- und Regenwaldes in Peru sind für Touristen so gut wie unpassierbar. Durch viele Flüsse, Gebirgstäler und dichtem Regenwald ist die Region unbewohnt. Die Region um Iquitos und Puerto Maldonado sind die einzigen für Touristen interessante Städte in dem Bereich der sogenannten „Selva“.
Peru verfügt über eine große Artenvielfalt von Flora und Fauna. Während in der Sierra hauptsächlich Gräser und Sträucher wachsen, sind die Regionen der Regenwälder voll von Kautschukbäumen, Vanillepflanzen, Mahagonibäumen und Zedern.
An der Küstenebene Perus begegnet man dagegen vielen verschiedenen Tierarten. Skorpione, Echsen und viele Süßwasserfischarten tummeln sich in und vor den Gewässern. In den Wüstenregionen findet man Jaguare, Gürteltiere, Pumas und viele weitere interessante Tierarten..
Klima und Reisezeit
Das Klima in Peru ist, genau wie die Natur in Peru, an die verschiedenen Regionen des Landes gebunden. So hat das Land die verschiedensten Klimabedingungen, über welche man sich vor einer Rund- oder Gruppenreise über informieren sollte.
Die um das Küstengebiet liegende Hauptstadt Lima hat während des Sommers von Dezember bis März, angenehme Temperaturen bis 25°C. Im Winter kann es zu starken Küstennebeln kommen, bedingt durch den Temperaturwechsel auf 15°C.
Im Hochland der Anden fallen die Temperaturen mit dem Höhenwechsel. Auf ca. 5000 Metern befindet sich die Schneefallgrenzen und damit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.
Die Regenzeit (gewöhnlich zwischen November und März) bringt in allen Regionen starken Regenfall und Überschwemmungen mit sich.
Touristen die an der Küste Perus reisen möchten, können dies ganzjährig tun. Die Wassertemperaturen sind besonders zwischen Januar und Mai angenehm, das Wetter ist subtropisch, mit einer hohen Luftfeuchtigkeit.
Wichtige Städte und Highlights
Ein ganz besonderes Highlight jeder Rundreise durch Peru ist Machu Picchu, dessen Ruinen 75 km entfernt von der Stadt Cusco liegen. Die „verlorene Stadt“ zwischen zwei Berggipfeln in den Anden, wurde erst 1911 von einem Amerikaner wiederentdeckt und Schätzungen zufolge 1450 von den Herrschern der Inka erbaut. Die Inka-Stadt verfügt über rund 200 Gebäude, einen Marktplatz, Straßen, Plätze und einem Wasserversorgungssystem.
Cusco ist die wichtigste Stadt der Inkas in den Anden. Imposante Bauwerke, indigene Sprachen und Paläste sind hier zurückgeblieben aus der Zeit der Inka.
In der Hauptstadt des Landes, Lima, befinden sich einige Museen, Bauwerke und Parks. Im Nationalmuseum und dem archäologischen Museum Limas befinden sich zahlreiche Funde der Inka Kultur, sowie Teile des Machu Picchu.
Feste und Feiertage
Viele Tausend Feierlichkeiten finden jährlich in Peru statt. Die religiösen Feiertage sind nicht selten an die Schutzpatronen der Kirche gerichtet, die an diesen Tagen geehrt werden. Mit dem Neujahr am 1. Januar beginnen auch in Peru die Feierlichkeiten.
Das Fest der „Heiligen drei Könige“ am 6. Januar, ist das erste kirchliche Fest des Jahres.
Der Karneval in Peru wird zwischen Februar und März jeden Sonntag gefeiert. Es gibt Tänze und große Feierlichkeite, während welcher Tausende von Gläubigen, um die Straßen ziehen und ihre Heiligen feiern.
Die Osterwoche ist bei den Peruanern die größte Feierlichkeit des Jahres. Es gibt Prozessionen, essen mit der Familie, Feuerwerke und Messen in der Kirche.
Am 1. Mai feiern auch die Peruaner den Tag der Arbeit.
Am 28. und 29. Juli, dem Unabhängigkeit - und Nationalfeiertag in Peru, haben ebenfalls alle Geschäfte und öffentliche Behörden geschlossen. Am 30. August feiern die Peruaner den Tag der „Heiligen Rosa von Lima“. Der 25. Dezember ist, wie auch bei uns, der Weihnachtsfeiertag und der letzte christliche Feiertag des Jahres.

