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Bevölkerung und Sprache
Wer zu einer Rundreise nach Kuba aufbricht, sollte sich vorher mit seinem Reiseland vertraut machen. Der karibische Inselstaat Kuba (amtlich bezeichnet als Republik Kuba) mit seiner Hauptstadt Havanna (La Habana) ist eine Sozialistische Republik mit dem Staatsoberhaupt Raúl Castro Ruz. Die einzige zugelassene Partei in Kuba ist die Kommunistische Partei Kubas (PCC) mit 500.000 Mitgliedern. Seit dem Jahr 1976 ist Kuba gemäß seiner Verfassung ein kommunistischer Staat.
Da Kuba westlich von Deutschland liegt, beträgt die Zeitverschiebung 6 Stunden. Die Kubaner stellen nicht auf Sommerzeit um, daher gibt es von April-Oktober ein Zeitunterschied von 5 Stunden (Sommerzeit).
Kuba ist nicht nur flächenmäßig die größte Karibikinsel, sondern auch die bevölkerungsreichste. Mit mehr als 11 Mio. Einwohnern ist ihre Bevölkerungsdichte im Vergleich zu anderen karibischen Staaten jedoch relativ gering. Nahezu ein Viertel der Bewohner lebt in der Hauptstadt Havanna, die sich während einer Rundreise übrigens bestens für einen Zwischenstopp eignet. Etwa 76 % der Kubaner leben in städtischen Gebieten.
Die indianische Urbevölkerung (Volk der Taíno) ist mittlerweile vollkommen ausgerottet. Nach der Kolonialzeit, mischten sich die wenigen Überlebenden mit den Spaniern und den afrikanischen Sklaven, so dass Schattierungen aller Hautfarben auf der Insel vertreten sind.
Die kubanische Bevölkerung besteht aus 65% Weißen, 10% Farbigen und 25% Mulatten und Mestizen.
Die offizielle Amtssprache ist Spanisch, dieses hebt sich jedoch durch seinen starken Dialekt von dem reinen „Castellano“ ab.
Kultur und Religion
Einer der wichtigsten Bestandteile des Lebens auf der Karibikinsel sind natürlich die Musik und der Tanz, wie man bei einer Rund- oder Gruppenreise unschwer feststellen wird. Alle großen Tänze Lateinamerikas haben ihre Wurzeln auf der Zuckerinsel und leben hier fort. Viele der Rhythmen und Tänze entstanden aus den mitgebrachten Riten, Musik und Instrumenten der Sklaven. So sind ,z.B. der Son Cubano, Bolero, die Rumba, Mambo, Cha Cha Cha und natürlich der Salsa, ein wichtiger Teil der kubanischen Kultur. Neben Musik und Tanz spielt auch die Literatur eine wichtige Rolle. Diese verleiht Einblicke in die karibische Mentalität. Jede Woche treffen sich Literaturbegeisterte aus allen Berufsgruppen in ihren örtlichen Kulturhäusern, um sich gegenseitig ihre Werke vorzutragen, Gedichte zu zitieren und anschließend darüber zu diskutieren. Der wohl bekannteste Schriftsteller ist US-Amerikaner Ernest Hemingway, der 20 Jahre auf Kuba lebte.
Die kubanische Verfassung garantiert die Religionsfreiheit und die Trennung von Kirche und Staat. Die Mehrzahl der Kubaner gehört den katholischen oder afrokubanischen Religionen an.
Landschaft und Natur
Der Nordwesten der Insel grenzt an den Golf von Mexiko, der Süden an das Karibische Meer und der Nordosten der Insel an den Atlantischen Ozean. Kuba ist, mit ca. 1250 km Länge und einer Breite von 160 km im Osten, bzw. 30 km im Westen, die größte und bevölkerungsreichste Insel der Karibik. Sie befindet sich am Eingang des Golfs von Mexiko und ist im Westen von der Halbinsel Yucatán, im Norden von Florida, im Osten von den Bahamas und im Süden von Jamaika eingerahmt. Ihre Fläche von 110 922 km² erstreckt sich über Gebiet, das durch die vielfältigsten Landschaftsbilder geprägt ist. Die 7000 km lange Küstenlinie bietet endlose, palmengesäumte Strände, die zum Entspannen und Baden verlocken. Kubas malerische alte Kolonialstädte laden zum Bummeln ein und bringen Ihnen die Kultur der Insel näher.
Die Insel ist als Naturparadies wegen ihrer Flora und Fauna bekannt und ist somit auch ideal für Aktivreisen. Etwa 8000 verschiedenen Pflanzenarten und ebenso die vielfältige Tierwelt, machen diese Insel so interessant. Besonders attraktiv ist die Unterwasserwelt mit ihren 900 verschiedenen Fischarten. Weiterhin lassen sich auf Kuba 350 Vogelarten, 185 Schmetterlingsarten und über 1000 Insektenarten zählen. In den wilden Mangrovenwäldern des Südens, können Sie alle Arten von Wasservögeln entdecken, während im Norden beeindruckende Flamingo-Brutkolonien anzutreffen sind.
Etwa 25% der Insel sind mit Pinien- und Mahagoniwäldern bedeckt und ein weiterer großer Teil wird durch Zuckerrohr- und Tabakplantagen belegt. Der bekannteste Baum auf Kuba ist die Königspalme, welche gleichzeitig der Nationalbaum der Karibikinsel ist.
Die Faltengebirge im Osten Kubas bestehen aus Schiefer, Kreidesedimenten und Gneis, wohingegen der Westen der Insel überwiegend aus Kreide und Karst besteht. Durch Erosion wurden hier die Kreideschichten im Laufe von Jahrmillionen ausgefurcht, wodurch die in der Nähe von Pinar del Río zu findenden Kegelkarste entstanden, die bis zu 300 m hoch sein können. Im Laufe der Jahrtausende wuschen sich viele Höhlen aus.
Die Flusstäler, die aus rotem Schwemmland und Laterit bestehen, bieten eine ideale Grundlage für den Anbau des besten Tabaks der Welt.
Die Südküste weißt eine flache und oft sumpfige Landschaft auf in der Mangroven gedeihen. Die Nordküste hingegen ist von einer eher felsigen und steilen Landschaft geprägt.
Bei Havanna und Varadero liegen einige Buchten aus feinem Muschelsand.
Klima und Reisezeiten
Das gemäßigte subtropische Klima mit seinen angenehmen und warmen Temperaturen, macht Kuba ganzjährig zu einem beliebten Reiseziel für Rund- und Gruppenreisende. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 25°C. Die Temperaturen variieren je nach Jahreszeit. In den winterlichen Trockenzeiten (November-April) ist das Klima angenehmer, als in den schwülen und heißen Sommermonaten (Mai-Oktober), in denen mit einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95% zu rechnen ist. Dies ist gleichzeitig die Regenzeit, in der Hurrikane mit Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern auf die Küsten Kubas treffen können. Im Südosten der Insel liegen die Temperaturen im Durchschnitt um 1 bis 2°C höher als im Westen. Durch die Winde um die Antillen, wird ein ausgewogenes Klima verursacht, welches dadurch bestimmt ist, dass es hier keinen Sommer und keinen Winter gibt. Da die Sonne das ganze Jahr über gegen 6 Uhr auf, und gegen 18 Uhr wieder unter geht, sind die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht beträchtlich.
Wichtige Städte und Highlights
Die drittgrößte Metropole der Karibik, Havanna ist während einer Gruppen- oder Rundreise allemal eine Besichtigung wert. Mit ihren charmanten Einwohnern, ihren Terrassen und Bars wird ein Besuch unvergesslich. Die amerikanischen Autos aus den 50er Jahren sind ein typisches Erkennungsmerkmal für Kuba und der Stolz eines jeden Besitzers. Besonders die Altstadt Havannas, geprägt durch ihren barocken Baustil, zieht Besucher magisch an. Die älteste spanische Kolonialsiedlung wurde im Jahr 1982 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und seitdem kontinuierlich restauriert.
Eines der wohl bewundernswerteste Gebäude ist der Palacio de los Capitanes Generales, welcher früher der Gouverneurspalast war. Touristische Highlights sind zudem sind das „Castillo de la Real Fuerza, die Hafenfestung La Cabaña, die restaurierte Plaza Vieja und die Calle Obispo.
Die Bauten von Centro Habana sind überwiegend von Zerfall geprägt, was der Metropole einen einzigartigen Charme verleiht.
Jedes Jahr am 1. Mai füllt sich die Plaza de la Revolución mit Millionen von Kubanern, um den Feiertag zu begehen.
An der Nordküste, etwa 120 km von Havanna entfernt, liegt das Gebiet Varadero, es bietet Touristen Sonne, weiße Sandstrände und türkises Meer. Bei einem Ausflug mit dem Katamaran, können Besucher Delfine beobachten und gegebenfalls mit ihnen schwimmen.
Trinidad ist eine von Touristen sehr beliebte Stadt. Besonders die Plaza Mayor“, die ein Ambiente der Kolonialzeit vermittelt, ist eine begehrte Attraktion. Hierum befinden sich alle bedeutsamen Museen, jedoch gibt es wenige Hotels, Restaurants oder Einkaufsläden, was die Stadt zu einer eher ruhigen Gegend macht.
Bekannte Ausflugsziele nahe Trinidads sind der Nationalpark Topes de Collantes, das Zuckerrohrtal Valle de los Ingenios und die Halbinsel Ancón mit wunderschönen Sandstränden und idealen Bedingungen zum Schnorcheln.
Santiago de Cuba, die zweitgrößte Stadt Kubas, ist das Zentrum von Tanz, Musik und Lebensfreude. Ein Höhepunkt ist der jährliche Karneval in Santiago de Cuba. Die Stadt ist wie keine andere auf Kuba, am meisten von afrikanischer Kultur geprägt, denn nirgendwo sonst vermischen sich karibische und afrikanische Kulturen so stark. Der Großteil der Bevölkerung ist afrikanischer Abstammung. Aufgrund der Hitze und der hügeligen Landschaft entwickelte sich die Stadt eher langsam und scheint wie aus einer früheren Zeit. Das Leben in Santiago de Cuba erscheint sehr entspannt und fröhlich.
In einer der belebtesten Straßen Cubas in Santiago de Cuba, der Calle Heredia, befindet sich die Casa de la Trova, die jeden Tag zum Feiern und Livemusik hören einlädt.
Feste und Feiertage
Eines der wichtigsten Filmfestivals Lateinamerikas findet jährlich auf Kuba statt. Das "Festival Internacional del Nuevo Cine Latinoamericano" zieht Filmfans aus der ganzen Welt an, zunehmend auch Schauspieler aus den USA.
Das Land bietet auch sonst vielfältige künstlerische Veranstaltungen, beispielsweise das Ballettfestival, die Biennalen für plastische Künste, lateinamerikanische Musik- und Filmfestivals.
Der im Februar gefeierte Karneval geht auf die Zeiten der Sklaverei zurück. Alle vier Jahre im Januar wählten Vereinigungen von Sklaven eines afrikanischen Volkes, die sogenannten Cabildos, ihren König und zogen in ihren farbenprächtigen Kostümen singend, trommelnd und tanzend durch die Straßen. Bald wurden von den Ausführenden der Umzüge Vereine gebildet, die Comparsas. Da sich die Festzüge sehr von den religiösen Festen der Weißen unterschieden, zogen sie immer viele "Schaulustige" an. Im 19. Jahrhundert entstanden auch Gegenumzüge von Weißen, die von großen Firmen gesponsert wurden. Da es aber zu Konflikten zwischen den einzelnen Gruppen kam, wurden die Festlichkeiten der Farbigen verboten. Nach der Revolution im Jahr 1969 wurde der Karneval von der Regierung in den Juli verlegt, um die Zuckerrohrernte nicht zu gefährden. Nachdem er dann nochmals eine Zeit lang aus wirtschaftlichen Gründen verboten wurde, führte man ihn 1996 als Anreiz für Touristen wieder ein, und verlegte ihn im Jahr 1999 wieder in seine ursprüngliche Zeit im Februar.
Am 1. Januar ist der Jahrestag des Sieges der Revolution/Tag der Befreiung im Jahr 1959. Am 24. Februar gedenkt man in Kuba dem Revolutionsbegin von 1895. Auf Grund des Geburtstages von José Martí , feiert man am 28 Februar ein Jazzfest in Havanna. Ebenfalls im Februar findet ein Zigarrenfestival mitten in Havanna statt. Am 8. März wird der Internationale Frauentag und r am 13.März das ein Gedenktag an den Angriff auf den Präsidentenpalast, gefeiert. Am 1. Mai begehen die Kubaner den Internationalen Tag der Arbeit mit Maiparaden und weiteren Attraktionen. Alle zwei Jahre, im Juni, feiern die Kubaner das Boleros de Oro-Festival, welches in Havanna und Santiago de Cuba stattfindet. Am 26. Juli gedenken die Kubaner dem Sturm auf die Moncada-Kaserne und am 30. Juli den Märtyrer der Revolution. Im Juli findet ebenfalls der Karneval von Havanna und Santiago statt. In der Stadt Cienfuegos findet jedes zweite Jahr im August das Beny Moré Festival statt. Im Oktober feiern die Kubaner in Holguin das Fest der iberoamerikanischen Kultur und am 8. Oktober wird Ernesto Che Guevara, der 1967 starb, gedacht. Der Beginn der Unabhängigkeitskämpfe im Jahr 1868 wird am 10. Oktober gefeiert. Ebenfalls alle zwei Jahre im Oktober und November findet das Ballett-Festival in Havanna. Am 7. Dezember wird ein Chorfestival in Santiago und ein Musikfest „Parranda“ in Remedios veranstaltet.
Weitere wichtige Reiseinformationen für Kubareisende
Auf der folgenden Seite finden Sie weitere wichtige Reiseinformationen für Kubareisende wie z.B. Einreisebestimmungen, Anreise, Essen & Trinken, Gesundheit, Geld, Klima oder Tipps zum Reisegepäck. So sind Sie für Ihre Kuba Reise rundum informiert.
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