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Bevölkerung und Sprache
Wer eine Rundreise nach Argentinien bucht, sollte sich vorher über das Land informieren. Auf den folgenden Seiten bieten wir Ihnen die Möglichkeit dies zu tun. Argentinien zählt etwa 40,5 Millionen Einwohner. Davon leben ca. 87% in Städten, davon entfallen etwa 11,5 Millionen auf die Hauptstadt Buenos Aires. Neben Buenos Aires gehören die Provinzen Cordoba und Santa Fe zu den am dichtesten besiedelten. Der trockene Süden dagegen, hat eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von etwa drei Einwohnern/km². Über 90% der Bevölkerung haben europäische Vorfahren. Etwa 36% stammen von Italienern, 29% von Spaniern und 3-4% von Deutschen ab. Der Raum Buenos Aires zählt auch der Einfluss der polnischen Kultur, der durch die Emigranten aus den 1920er Jahren geprägt wird. Die offizielle Amtssprache in Argentinien ist Spanisch. Daneben gibt es eine Reihe von Minderheitssprachen der indianischen Bevölkerung. Dazu zählen Quecha, Guarani oder Mapudungun. Die Aussprache des Spanischen unterscheidet sich deutlich von der in Spanien und anderen Ländern in Lateinamerika. Im Gegensatz zu den Nachfahren der italienischen Einwanderer, haben die Nachfahren der deutsch- und englischsprachigen Immigranten ihre Sprache gepflegt. So gibt es bis heute noch einige Stadtviertel, in denen man auf einer Tour durch die Stadt viel Deutsch hört.
Kultur und Religion
Seit 1955 hat Argentinien keine Staatsreligion. Jedoch genießt die römisch-katholische Konfession einen bevorzugten Status. Schätzungsweise 90% der Bevölkerung sind römisch-katholisch. Zudem gibt es über 2.500 Kulte sowie andere Religionen, die offiziell registriert sind. Zu diesen Zählen der Protestantismus (6%), das Judentum (0,5%), der Islam und der Pachamama-Kult. In der Kultur Argentinien macht sich Vielfältigkeit der verschiedenen Einwanderer des Landes bemerkbar. Zu den bekanntesten Musikexporten Argentiniens zählt wohl der Tango. Jedoch ist der Tango auch als ein gesamtkulturelles Phänomen zu sehen, dass Einfluss auf Textdichtung oder die Tanzkultur genommen hat. Demzufolge kann man sagen, dass der Tango eine komplette kulturelle Identität der Spanier begründet, wovon man sich auf Rundreisen oder Gruppenreisen überzeugen kann. Argentinien hat ebenso eine lebhafte Theaterszene. Das bekannteste Theater des Landes ist das Teatro Colon im Opernhaus von Buenos Aires. Die Malerei Argentiniens gehört zu den führenden des Kontinents. Stilistisch ist sie im Gegensatz zu anderen Ländern Südamerikas nicht von indigenen, sondern von europäischen Einflüssen geprägt. Fußball ist in Argentinien die beliebteste Sportart. Der staatliche Fußballverband gehört zu den ältesten auf der Erde. Eine andere beliebte Sportart ist Rugby. Auch Basketball und Hockey erfreuen sich zahlreicher Fans. Die argentinische Polo-Nationalmannschaft ist eine der besten der Welt, allerdings wird die Sportart hauptsächlich von der Oberschicht des Landes gespielt.
Landschaft und Natur
Argentinien ist flächenmäßig das achtgrößte Land der Erde. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort „argentum“ ab, was so viel wie Silber bedeutet. Eroberer gaben dem Land den Namen, da sie glaubten Schätze auf dem Territorium zu finden. Argentinien grenzt im Norden an und Nordosten an Uruguay, Brasilien, Paraguay und Bolivien, im Osten hat es Zugang zum Atlantik und im Westen grenzt es an Chile. Insgesamt ist das Land in geografische Regionen aufzuteilen: Patagonien und die Pampas, das Feuerland im Süden, die Anden, das Mehrstromland und die Wald- und Sumpfgebiete des Gran Chaco. Der höchste Berg Argentiniens ist der Monte Aconcagua mit fast 7000 m. Landwirtschaft ist der vorherrschende Zweig im Land und somit das größte Hauteinkommen. Da aber auch die Industrie sehr gut ausgeprägt ist, wird das Land in der EU und UNO als Industrieland aufgeführt. Die argentinische Pampa ist eine ausgedehnte Graslandschaft mit unterschiedlichen Gräserarten. Außer Eukalyptus, amerikanischen Platanen und Akazien befinden sich hier keine Bäume. Da der Boden sehr fein und steinfrei ist, kann er gut für landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden. Zu den bekannten Gegenden des Landes zählt auch Patagonien. Die Landschaft liegt südlich der Anden und ist weitestgehend baumlos. Wie auch die Pampa, ist Patagonien eine Graslandschaft. In den Anden und auf Feuerland sind Nadelwälder mit Kiefern, Zypressen, Fichten und Zedern zu finden. In den ariden Halbwüsten, auf den Hochlagen der Anden gibt es Kakteen und Dornsträucher. Die Fauna des Nordens ist sehr artenreich. Hier sind verschiedene Affenarten, Pumas, Jaguare, Tapire, Ameisenbären, Nabelschweine und Reptilien anzutreffen. Zudem gibt es Kolibris, Flamingos und Papageien. In der Pampa stößt man auf Gürteltiere, Greifvögel, wie der Andenkondor, der zu den größten Vögeln der Welt gehört, Papmasfüchse etc. Lamas, Guanakos sind in den Anden anzutreffen, genauso wie die Bergkatzen, Pumas und Andenschakale.
Klima und Reisezeit
Aufgrund der Größe Argentiniens, kann das Land mehrere Klima- und Vegetationszonen vorweisen. So herrscht im Norden extreme Hitze und im Süden können arktische Temperaturen erreicht werden. Nahezu alle Klimazonen werden im Land vereint. Das Gebiet um die Anden im Nordwesten ist sehr trocken mit kurzer Regenzeit im Sommer. An der Ostseite der Voranden wachsen subtropische Nebelwälder, in denen es im Sommer sehr nass ist und im Winter relativ trocken. In der Region Gran Chaco und auch in der Sierras Papleanas fallen im Sommer die meisten Niederschläge. Die Pampa und der Nordosten sind das ganze Jahr über feucht, dabei fällt der meiste Niederschlag on der Region Misiones im Regenwald. Das südliche Patagonien, das in der Westwindzone liegt, ist im Westen feuchter als im Osten. Die Anden sind eine Gegend, die das ganze Jahr über feucht und kühl ist. Da sie eine Art Barriere für die pazifischen Winde bilden, sind die Regionen dahinter sehr trocken und halbwüstenhaft, da sich der Niederschlag in den Anden abregnet. Im Feuerland ist das Klima eine Besonderheit. Hier bestimmen pazifische und atlantische Einflüsse das kühle und feuchte ozeanische Klima. Im Sommer und Winter weisen die Temperaturen kaum Unterschied auf. Argentinien ist ein Ganzjahresziel. Allerdings ist hier nach Regionen zu unterscheiden. Bspw. ist die beste Reisezeit für den Moreno-Gletscher in Santa Cruz/Patagonien in den Sommermonaten (Dezember – Februar). Buenos Aires besucht man am besten im Frühling und Herbst. Im Sommer ist es dagegen sehr heiß in der Hauptstadt. Am Lake District, in Mendoza und Cordoba ist es im Herbst am angenehmsten, zudem bieten die Rot und Gelb gefärbten Blätter der Bäume eine wunderschöne Szenerie zu dieser Zeit. Auch die Regionen in Nord-Argentinien können am besten im Winter und Frühling der Südhalbkugel bereist werden. Januar, Februar und Juli sind die teuersten Monate, da es sich dabei um die argentinischen Urlaubsmonate handelt.
Wichtige Städte und Highlights
Argentinien ist ein sehr facettenreiches Land und hat eine Unmenge an Attraktionen zu bieten. Ein Muss ist auf jeden Fall ein Besuch der Hauptstadt Buenos Aires. Hier gibt es den Plaza de Mayo, der ebenfalls einen interessanten politischen Hintergrund hat. Das berühmte Teatro Colon im Herzen der Stadt ist ebenfalls was vor allem wegen seiner einmaligen Akustik bei den Besuchern beliebt ist. In der Innenstadt befindet sich auch die Casa Rosada, der Regierungssitz des argentinischen Präsidenten. Auf keinen Falls dürfen Sie sich den Stadtteil La Boca entgehen lassen, er ist das Highlight der Stadt. Seine bunten Wellblechhäuser wurden von italienischen Einwanderern gebaut. Auch San Telmo sollte man gesehen haben. Hier soll der argentinische Tango entstanden sein. Doch nicht nur die Hauptstadt hat viele Sehenswürdigkeiten zu bieten. In der Provinz Misiones sind die, aus dem 17. Jahrhundert stammenden Ruinen San Ignacio Mini gelegen. Deutsche Touristen können in Villa General Belgrano einen Hauch Heimat spüren. Der Ort war bis 1938 stark von der deutschen Kultur beeinflusst. Hier wird alljährlich das argentinische Oktoberfest zelebriert und Eis mit Biergeschmack gibt es auch. Zwischen Argentinien und Brasilien, mitten im Urwald, liegen die atemberaubenden Wasserfälle von Iguazu, sie sind die größten in Südamerika. Die Region Patagonien ist eine Sehenswürdigkeit an sich.Die Stadt Bariloche ist eine touristische Hochburg. Im Los Glaciares kann man sogar beobachten, wie sich Gletscherstücker abkoppeln und ins Meer stürzen.
Feste und Feiertage
- 1. Januar: Neujahr(Año Nuevo)
- 24. März: Gedenktag an den Militärputsch im Jahr 1976
- April: Ostern (Pascuas)
- 2. April: Tag der Islas Malvinas (Día del Veterano y de los Caídos en la Guerra de Malvinas)
- 1. Mai: Tag der Arbeit (Día del Trabajador)
- 25. Mai: Erklärung der Unabhängigkeit von Spanien am 25. Mai 1810 (Primer Gobierno Patrio)
- 20. Juni: Tag der Nationalflagge (Día de la Bandera, offiziell: Paso a la Inmortalidad del General Manuel Belgrano)
- 9. Juli: Unabhängigkeitstag 1816 (Día de la Independencia) 17. August: Gedenktag zu Ehren des Generals José de San Martín (Paso a la Inmortalidad del General José de San Martín)
- 12. Oktober:Kolumbus-Tag: Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus (Día de la Raza)
- 8. Dezember: Maria Empfängnis (Inmaculada Concepción de María)
- 25. Dezember: Weihnachten (Navidad), teilweise ist auch der Heilige Abend arbeitsfrei
- 31. Dezember: Silvester ist teilweise arbeitsfrei
Falls ein Feiertag auf einen Samstag oder Sonntag fällt, dann ist in der Regel der folgende Montag frei. Ausnahmen gibt es an Neujahr, Weihnachten, Tag der Arbeit und am 24. März, 25. März und 9. Juli.
Weitere wichtige Reiseinformationen für Argentinienreisende
Auf der folgenden Seite finden Sie weitere wichtige Reiseinformationen für Argentinienreisende wie z.B. Einreisebestimmungen, Essen & Trinken, Gesundheit, Klima oder Tipps zum Reisegepäck. So sind Sie für Ihre Argentinien Reise rundum informiert.
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